1. Akkordeon-Orchester Dinslaken 1965 e.V.

DINSLAKEN | (bes) (RP)
Jochen Emde Alte Hits und musikalische Leckerbissen
Die Sänger des MGV Dinslaken-Feldmark traten mit sommerlichen Strohhüten
im Burginnenhof auf. Bekannte Melodien prägten das Konzert des Frauenchors
Liederkranz Barmingholten mit dem Männergesangverein Dinslaken-Feldmark
und dem 1. Akkordeon-Orchester, das im Burginnenhof stattfand. „Und immer wieder singen wir die selben Lieder“, singt der Frauenchor Liederkranz
Barmingholten 1984,
„es geht nie vorbei, das alte Fieber.“ Die Worte passten
perfekt zum Programm des Konzerts der
Arbeitsgemeinschaft (AG) musischer
Vereinigungen in Dinslaken am Samstagabend im Burginnenhof.
Die Frauen
unter der Leitung von Rosemarie Luft, der MGV Dinslaken-Feldmark 1907 sowie
das
1. Akkordeon-Orchester Dinslaken 1965 setzten mit ihrer Liedauswahl
auf Hits der vergangenen
Jahrzehnte in mehrstimmigen Chor- beziehungsweise
Instrumentalarrangements. Hinzu kamen aber
auch ein paar ausgewählte
musikalische Leckerbissen.Das galt vor allem für den Männergesangverein
Feldmark. Die Männer traten angesichts der
sommerlichen Atmosphäre
leger in der Kombination weißes Hemd und Strohhut auf, begannen ihren

ersten musikalischen Block aber ganz festlich mit Elgars „Klänge der Freude“.
Ein anspruchsvoller
Chorsatz, ebenso wie das zweite Trinklied des zweiten Blocks.
In dem vierstimmigen „Bringt
uns ein guts Glas Wein“ setzte Orlando di Lasso
nicht nur auf einen ständigen Wechsel von
blockhaften, homophonen Chorsatz
und vielschichtiger, aufgefächerter Polyphonie, letztere setzt
er derart gekonnt
lautmalerisch ein, dass man im Gesang förmlich hört, wie der Wein gluckernd in

die Gläser geschenkt wird. Das alles natürlich a capella. Begleitet von Stefan
Büscherfeld am Klavier
überzeugten die Sänger mit „Chanson d’Amour“ in einem
schmelzenden Close-Harmony-Satz ebenso wie mit
dem stimmgewaltigen „Bridge
over troubled water“ von Simon und Garfunkel. Bei „Old black Joe“ sang
Büscherfeld
selbst den Solopart, bei „Warum bist du gekommen“ spielte er Trompete.
„Musikgrüße am Abend“ lautete der Titel des Konzerts, angesichts der Hitze – nicht
wegen des „kleinen“
WM-Finales um den Dritten Platz, begann das Programm erst
um 19.30 Uhr. „Hits am Abend“ hätte es für
den Frauenchor Liederkranz
Barmingholten heißen können: „Country Roads“ folgte auf „Heute hier, morgen

dort“, „Sierra Madre del sur“ auf „The lion sleeps tonight“, beides in schönen,
vielstimmigen
Chorarrangements. Und das eingangs zitierte „Alte Fieber“ stammt
von den Toten Hosen. Den größten
Treffer beim Publikum landeten die Sängerinnen
aber einmal mehr mit „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“:
lautes Lachen bei
denjenigen, die das Lied noch nicht kannten, lautes Klatschen und Pfeifen, als die

Sängerinnen mit der Retourkutsche an die Männer endeten. Rockig wurde es mit dem 1. Akkordeon-Orchester Dinslaken 1965. Zu dessen
Elton-John-Medley gehörten
nicht nur die Balladen „Your Song“ und „Blue Eyes“,
sondern auch der fröhliche „Crocodile Rock“ und
das energiegeladene
„I’m still standing“. Das musikalische Highlight im zweiten Teil war der Walzer

Nr. 2 von Dimitri Schostakowitsch, der zum Teil vom Publikum leise mitgesummt
wurde. Drei Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft musischer Vereinigungen, drei
ganz unterschiedliche Klangfarben.
Zum Schluss mischten sie sich zusammen.
„Klinge, Lied, lange nach“, sangen und spielten die beiden Chöre
und das Orchester
gemeinsam, Stefan Büscherfeld griff dabei ein weiteres Mal zur Trompete.

Welch ein schöner Abschluss für einen musikalischen Sommerabend.

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